Die FBI-Agenten Scully und Mulder melden sich zurück und bekommen es in Alaska mit den Kreaturen der Nacht zu tun. Und mit schlechten Piloten.

 

 

 

Ewige Nacht

 

Bittere Kälte hat sich über die Stadt gelegt. Der Winter hält Einzug in Wainwright, Alaska. Für Monate wird keine Sonne mehr zu sehen sein. Agent Mulder sieht trotzdem, was im Schnee vor ihm liegt. Die verbrannten Körper, die zu etwas gehören, das wir als eine Erfindung Hollywoods abgetan haben. Die Haut ist schwarz vom Ruß und faltig, tot. Sicher würden sie auf dem ersten Blick an Menschen erinnern, doch schnell fallen einem dann die scharfen Zähne auf. Die Finger laufen spitz zu und erinnern viel mehr an Krallen als an normale Hände. Dies sind nicht die toten Körper von Menschen, sondern von Kreaturen die weit davon entfernt sind. Agent Mulder weiß, dass er hat stets nach der Wahrheit gesucht hat und nun liegt ein Teil davon direkt vor ihm. Doch ist noch mehr. Neben den Körpern liegt noch was anderes im Schnee. Der Schnee hat sich rot verfärbt. An solch einem grausamen Ort Blut zu finden, verwundert Agent Mulder nicht. Doch da ist noch was anderes. Er blickt hinab und starrt auf das Bild seiner Partnerin. Dort im Schnee liegt der FBI-Ausweis von Agent Scully. Blut ist darauf zu sehen.

 

 

Alptraum 

 

Als Fan von "Akte X" und "30 Days of Night", hat es mich natürlich riesig gefreut als es hieß das ein Crossover kommt. Tatsächlich bieten sich beide Serie perfekt dafür an. Bereits in der TV-Serie bekamen es die beiden Agenten mit den gefährlichen Blutsaugern zu tun und bringen entsprechend genug Einsatzerfahrung mit, als sie in das verschneite Wainwright fliegen. Natürlich ohne vorher zu wissen, was sie genau erwartet. Vor Ort werden sie dann mit einem grausamen Fund konfrontiert, bei dem 16 Menschen geköpft und an einem Mast befestigt wurden. Eins sollte klar sein, dies sind nicht die letzten Toten in Wainwright. Im weiteren Verlauf stoßen die beiden auf immer mehr Geheimnisse und und geraten so immer weiter in die Fänge der Vampire. Die Jagd hat begonnen.

 

 

Ohne Hoffnung 

 

Die beiden Welten von "Akte X" und "30 Days of Night" zu vermischen, klingt eigentlich zu gut, um wahr zu sein. Leider schafft es die Geschichte aber nicht, den Erwartungen gerecht zu werden. Zu oft geraten die beiden Agenten an Nebenfiguren, die kaum klischeehafter sein können, bzw. dazu dienen, die Handlung in eine bestimmte Richtung zu lenken und ansonsten zu nichts da sind. Wenn zum Beispiel Mulder und Scully mit dem Hubschrauber verschwinden wollen, bevor es zu spät, geraten sie natürlich an zwei Piloten, die sehr gerne auf Tiere schießen und noch lieber sich selbst mit reichlich Alkohol abschießen. Was folgt, ist eine Bruchlandung und wir finden uns schnell wieder am Ausgangspunkt Wainwright.

 

Leider ist der Handlungsablauf meist auch sehr verwirrend erzählt und springt das eine oder andere Mal zu sehr von Ort zu Ort. Hier braucht man meist einen kurzen Augenblick, um zu verstehen, wo und wann man sich befindet. Fast schon schade ist, dass einige Dinge im Comic erst spannend aufgebaut und dann plötzlich links liegen gelassen werden. Das gleiche gilt dann auch für das Ende, das eher unbefriedigend daherkommt. Bleibt leider nur zusagen: Schade.

 

 

Fazit

 

Was nach einer tollen Idee klingt, scheitert leider an der Umsetzung und sorgt durchaus für Enttäuschung. Trotzdem können Fans der beiden Reihen einen Blick wagen.